Am 7. Oktober 2005 verurteilte ein türkisches Gericht im Istanbuler Stadtteil Şişli Hrant Dink zu sechs Monaten Haft. Hrant hatte im Zeitraum 30. Januar 2004 bis 13. Februar 2004 in Agos eine Artikelserie publiziert. Generalthema war die „obsessive Beschäftigung“ der „armenischen Diaspora“ mit der Türkei/den Türken. Der folgende Abschnitt führte zu einer Anzeige mit anschließendem Prozess: „Für die armenische Identität ist es sehr einfach, sich vom ‚Türken’ zu befreien: Sich nicht mit dem ‚Türken’ befassen. (…) [Stattdessen] sich fortan einfach mit Armenien befassen. Und das saubere Blut, das die Stelle des vom ‚Türken’ befreiten vergifteten Blutes einnehmen soll, gibt es in den edlen Adern, die der Armenier mit Armenien erschaffen wird.“
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